Das Selfie als Skulptur


1-2/2015 | imaging+foto-contact


Bildergeschäft

3D-Technologien in den Bereichen Scanning, Visualisierung und Druck werden in den kommenden Jahren den Markt der produzierenden Industrie und der bildgebenden Verfahren beeinflussen.

Die Doob Group AG ist nach eigenen Angaben einer der Technologie-Pioniere für integrale 3D-Lösungen und bietet Anwendungen und Prozesse für verschiedenste Einsatzgebiete und Märkte. Eine besondere Innovation des Unternehmens ist das
dreidimensionale Foto in Skulpturform.

Das Selfie als Skulptur


Ein Geschäft betreten, in Sekundenschnelle einen Scan von Mann, Frau, Kind und Hund anfertigen lassen und nach zwei Wochen den fertigen Doob in Form einer Minifigur oder größeren Skulptur abholen oder nach Hause liefern lassen. So funktioniert eines der innovativen Geschäftskonzepte der Doob Group AG in Düsseldorf und an den Standorten New York, Los Angeles und Tokio. Nach Unternehmensangaben produzierte die Doob Group bislang bereits mehr als 7.000 3D-Selfies für Endverbraucher und Kunden. Der Einstiegspreis liegt bei 99 Euro für ein zehn Zentimeter hohes Abbild und geht bis zu 899 Euro für die 35-Zentimeter-Version. Sind Kinder oder Haustiere mit im Scanner, erhöht sich der Preis jeweils um 100 Euro.

„Mit unserem Konzept demokratisieren wir das dreidimensionale Foto für Jedermann. Schnell, präzise und völlig unkompliziert. Mit nur einem Klick kann jeder mit Hilfe unseres Knowhows und Services Teil der digitalen 3 D-Welt werden und als physisches 3 D-Modell des eigenen Scan-Datensatzes oder als eigener digitaler Avatar die Weiten des World Wide Web betreten“, erklärt Miki Devic, Mitbegründer und Marketingvorstand der Doob Group AG. Im Oktober vergangenen Jahres hat das Unternehmen den weltweit ersten mobilen 3 D Fotogrammmetrie-Scanner entwickelt und startet nun die Serienproduktion. Der Dooblicator ist ein mobiles, berührungsloses Fullbody-Scanning-System, das eine Erfassung des menschlichen Körpers und anderer komplexer Oberflächenstrukturen schnell (0,01 Sekunden) und präzise gewährleistet. „Mit dem Dooblicator entstehen völlig neue Möglichkeiten bei der Entwicklung individueller und maßgeschneiderter Produkte und Lösungen für verschiedenste Industrien und Märkte“, so Devic.

Die Technik

Die Doob Group bietet in ihren 3D Stores alles aus einer Hand. Das Endprodukt des Hightech-Scanners Dooblicator ist ein hochaufgelöstes, fotorealistisch texturiertes 3D-Modell, das dann für detaillierte weitere Prozesse zur Verfügung steht. Beim 3D-Scanning entstehen enorme Datenmengen, die aufwendig verarbeitet werden müssen. Damit das funktioniert, wurde der Doobgate Software Prozess zur Komprimierung entwickelt. Der Doobgate Software Prozess modelliert auch komplexe Strukturen und stellt ein sehr genaues und optimiertes 3D-Modell her. Doobgate ist in der Lage, gewaltige Datenmengen von vielen Millionen Punkten zu verarbeiten. Die Abfolge verschiedener Arbeitsschritte ermöglicht dann die Registrierung und Transformation der einzelnen Scans in ein gemeinsames System. Dabei ist die Datenbereinigung und Säuberung in den Punktewolken, die Datenfilterung und möglichst verlustfreie Punktausdünnung, die polygonale „Vermashung“ und schließlich die fotorealistische Visualisierung und Texturierung des 3D-Modells auf Grundlage der gescannten Daten das angestrebte Ziel.
Gedruckt wird ebenfalls vor Ort. „Mit dem Rapid Prototyping erschaffen wir für unsere Kunden schnell maßgeschneiderte Unikate und Kleinserien und das kombiniert mit hoher Präzision und voller Kostenkontrolle“, so Miki Devic.

Offen für erfolgreiche Partnerschaften

Im November 2014 haben die Doob Group AG und Euronics eine Kooperation bekanntgegeben. So wurden in einer Pilotphase in den Euronics XXLFachmärkten Biberach und Bensheim die ersten 3D Dooblicator Full Body Scanner aufgebaut. Benedict Kober, Euronics Vorstandsprecher, betont in einer Pressemitteilung: „Das Pilotprojekt mit den 3D-Figuren von Doob – eine in Deutschland bisher einzigartige Technik – ist eine von vielen Aktionen und Maßnahmen, mit denen wir systematisch die Geschäftsfelder der Zukunft erschließen wollen. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Trends frühzeitig zu erkennen, aufzugreifen und für Euronics Kunden am PoS live erlebbar zu machen.
So unterstreichen wir auch unseren Anspruch, beste Produkte, beste Beratung und besten Service zu bieten.“ Die Partnermodelle der Doob Group AG bieten ein weites Feld der erfolgreichen Zusammenarbeit im wachsenden 3D Markt. Die Systemplattform versetzt Partner der Doob Group in die Lage, tausende von Scans im Monat zu erzeugen und entsprechende Produkte wie z. B. Doob-3D Figuren zu erstellen. Die Technologie bietet neben den beliebten Selfies auch Kapazitäten für verschiedene Produktionsarten. Das könne bis zur Herstellung individueller medizinischer Prothesen reichen, erklärt Devic.

Der Modekonzern Uniqlo hat die Doob-Technik erst kürzlich in New York, Paris, London, Berlin und San Francisco im Rahmen des globalen „TheSelflessSelfieproject.com“–Projektes als Marketing & Kommunikationsinstrument genutzt und somit einer breiten Masse von Konsumenten zugänglich gemacht. Hunderte Kunden konnten ihr 3D-Selfie erzeugen lassen. Und Uniqlo bekam einen repräsentativen Querschnitt aktueller Körpermaße für das nächste Kleidungsdesign.
Auf die Frage der ifc-Redaktion, dass es doch naheliegend wäre, dass Doob-3D-Selfies auch in der Fotobranche Einzug hielten, erklärt Miki Devic: „Wir sind für alles offen und werden dieses Jahr noch erste Kooperationen verkünden.“


Pressekontakt:

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DOOB GROUP AG

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Telefon +49-211-38858-115

Weblinks:

DOOB GROUP Corporate Website: www.doobgroup.com
DOOB 3D-STORES: www.doob-3d.com